Für eine Welt ohne Tiertransporter!

20. Mrz 2017

Zwischenzeitlich hat ein Tiertransporter, im Versuch, die Blockaden zu umfahren, sich in einen Seiteneingang festgefahren und auch diesen Weg selbst blockiert. Zu dieser Situation und zu dem Blockieren von Tiertransportern allgemein möchten wir folgendes Statement loswerden:

Wir haben die Blockade mit Absicht erst um 9 Uhr morgens begonnen, weil zu diesem Zeitpunkt die Stoßzeit der Tiertransporte vorüber ist und hauptsächlich der Abtransport der zerteilten Leichenteile blockiert wird. Es lässt sich aber bei einer Blockade nicht vermeiden, dass auch Transporter mit Tieren aufgehalten werden, die auf diese Weise länger in den Transportern verharren müssen. Das beschäftigt uns sehr.

Es ist einerseits geradezu zynisch, den Hühnern einen möglichst raschen Transport in den Schlachthof und also einen baldigeren Tod zu wünschen. Andererseits ist es für sie grausamerweise tatsächlich das Beste, was wir ihnen wünschen können, zumindest sofern eine Rettung und Befreiung nicht möglich ist.

Jeden Tag sind tausende solcher Transporter auf Deutschlands Straßen unterwegs. Das Schicksal all dieser Individuen, über 600 Millionen pro Jahr, ist furchtbare und zugleich alltägliche Realität. Es wird von den allermeisten Menschen als Normalität akzeptiert.

Mit unserer heutigen Aktion wollen wir diese Normalität untergraben. Wir wollen die gigantische Tötungsmaschinerie zumindest an einem Ort für ein paar Stunden unterbrechen. Wir wollen Aufmerksamkeit für all die Individuen schaffen, die für die Profite von Wiesenhof und anderer Unternehmen tagtäglich leiden und sterben.

Damit wollen wir auf eine Welt hinwirken, in der kein Huhn mehr in Mastanlagen und in Plastikkisten auf Transportern leiden muss. Wenn wir der Geflügelindustrie heute einen wenn auch kleinen Schaden zufügen können, wenn wir mehr Menschen dazu inspirieren können, sich gegen Gewalt und Ausbeutung zu engagieren, dann hat sich die Blockade hoffentlich gelohnt.

Ihr könnt dazu beitragen – nicht nur, indem ihr keine Hühner mehr esst, sondern auch, indem ihr euch mit anderen zusammenschließt, eigene Aktionen organisiert und Teil einer wachsenden Bewegung werdet, die Gerechtigkeit für alle fühlenden Wesen durchsetzen will.

Für eine Welt ohne Tiertransporter!

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