Winningen

Die Firma WIMEX hat beantragt, in Aschersleben (OT Winningen) eine Hühneraufzuchtanlage für über 60.000 Tiere in Betrieb zu nehmen. Dort sollen die Elterntiere für die Masthühnerproduktion aufgezogen werden. Die fünf Stallgebäude bestehen laut Kurzbeschreibung des Antrags schon, es sollen aber je Stall doppelt bis sechsmal so viele Tiere eingestallt werden. Saubergemacht werden die Ställe erst nach Ablauf der Aufzuchtperiode von 17 bis 19 Wochen.

Der Genehmigungsantrag liegt zur Einsicht bis zum 25.10.2018 im Landesverwaltungsamt in Halle (Dessauer Straße 70, Raum A 123) und in der Stadt Aschersleben (Stadtplanungsamt, Raum 4.60, Markt 1, 06449 Aschersleben) aus. Bis zum 26.11.2018 kann jede_r Einwendungen gegen das Vorhaben einreichen.

Unsere Pressemitteilung vom 17.10.2018.

Presse

ZDF Frontal 21 vom 28.03.2017 über das Leiden von Masthuhn-Eltern bei WIMEX:

 Hier die Veröffentlichung von Animal Rights Watch dazu: ariwa.org/elterntiere

ältere Presseartikel:

Die Wimex Gruppe, ein Großunternehmen mit diversen Tochterunternehmen und Hauptstandort in Sachsen-Anhalt, hält Geflügel in verschiedenen Produktionsstufen: Eltern- und Großelterntiere und Masthähnchen. Sie ist der wichtigste Produzent von Bruteiern in Deutschland und Europa. Die Wimex Gruppe produziert etwa 300 Millionen Bruteier pro Jahr und macht über 14 Millionen Euro Gewinn. Ein wichtiger Teil des Umsatzes wird über den Export erzielt. Durch ihre zentrale Stellung in der Geflügelindustrie hat die Wimex-Gruppe eine Art Vorbildfunktion für andere Unternehmen. So setzt sie laut ihrer Website auf einen hohen Qualitätsstandart und beteiligt sich beispielsweise an der Initiative Tierwohl. 2017 lieferte Spiegel Online einen guten Einblick in die tierquälerischen Zustände in der Elterntierhaltung.

Die selbe Firma plante 2015 eine Anlage im nahegelegenen Cochstedt. Allerdings hat der Antragssteller hier sein Vorhaben zurück gezogen.

Wir haben im Jahr 2015 eine Infoveranstaltung zu beiden Anlagen in Aschersleben organisiert. Wenn ihr in der Nähe wohnt, meldet euch bei uns, um gemeinsam gegen die Erweiterung aktiv zu werden.

Fotos: Animal Rights Watch e.V.

Seite zuletzt geändert am 25. November 2018