Storkow (Mark)

In Storkow (Mark) will die Friki Storkow GmbH die Kapazität ihres Geflügelschlachthofs (in der Gemeinde Reichenwalde, OT Kolpin) von 2.460 auf 3.100 Tonnen pro Woche steigern.

In Kürze soll für das Vorhaben ein neuer Flächennutzungsplan vom Amt Scharmützelsee beschlossen werden. Die Unterlagen sind hier einsehbar. Eine ausführliche Stellungnahme findet sich weiter unten auf dieser Seite.

Die Friki Storkow GmbH, die dem niederländischen Konzern Plukon angehört, will ihren Schlachthof erweitern. Die Kapazität betrug Anfang 2018 2.460 Tonnen Hühner pro Woche. Laut Unterlagen beträgt die „Schlachtleistung“ 13.000 Tiere pro Stunde. Zukünftig soll eine Kapazität von 3.100 Tonnen pro Woche erreicht werden, wobei sich laut Antragstellerin die Tierzahl nicht erhöhen soll.

Begründet wird dies durch eine längere Mastdauer und damit einem höheren Schlachtgewicht. Wäre das zutreffend, so ist mit einer dramatischen Verschlechterung der Lebensbedingungen für die Tiere zu rechnen. Die Hühner leiden bereits in der Kurzmast sehr unter den negativen Folgen ihres Übergewichtes sowie zucht- und haltungsbedingten Krankheiten wie Fußballenentzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Einschränkungen und Versagen des gesamten Bewegungsapparates. Daneben ist davon auszugehen, dass die Kapazitätssteigerung nicht nur durch schwerere Tiere erreicht werden soll, sondern entgegen der Behauptung faktisch die Tierzahl steigen wird.

Bild: Animal Rights Watch

In jedem Fall werden für die höhere Kapazität auch neue Mastanlagen in der Umgebung gebaut. So sind bereits jetzt neue Hühnermastanlagen mit einer Gesamtkapazität von über 220.000 Hühnern in Neuhardenberg und Golzow geplant, um den Schlachthof bedienen zu können. In Sachsendorf wurde bereits letztes Jahr eine neue Hühnermast für 74.000 Hühner genehmigt.

Für den Standort in Storkow bedeutet das Unterfangen mehr Geruchs- und Lärmbelästigung durch hühnertransportierende LKWs sowie den Verlust von Vegetationsstrukturen durch das Abholzen des anliegenden Waldgebietes. Auch das nur 700 Meter entfernte einzigartige Naturschutzgebiet „Binnendüne Waltersberge“ ist durch die geplante Erweiterung in Gefahr. Verantwortlich für die Erweiterungsplanung zeichnet sich das gleiche Ingenieurbüro, welches auch an der illegalen Erweiterung des Wiesenhof-Schlachthofes in Königs Wusterhausen beteiligt ist.

Das Verfahren befindet sich noch in einem frühen Zustand. Jetzt gilt es, dieses Projekt zu stoppen!

Veranstaltungen

  • Infoveranstaltung von Tierfabriken-Widerstand  am 20.2.2018 in Storkow. Hier unsere Pressemitteilung dazu. Und hier unser Bericht zur Veranstaltung.

Stellungnahme zur Änderung von Bau- und Flächennutzungsplan

  • Die Deadline für Stellungnahmen war der 16.02.2018.
  • Die ausführliche Stellungnahmen zum Flächennutzungsplan und zum Bebauungsplan von Astrid Günther-Schmidt gingen ans Amt und können auch für ein späteres Genehmigungsverfahren noch nützlich sein.
  • Unsere kürzere Stellungnahme vom 7.2.2018.

Presse

 

Seite zuletzt geändert am 2. März 2018